PR und Redaktion, Evaluation, Internationale Bildungsprojekte

 

Der Europäische Rahmen für Qualifikationen (EQR) wurde über einen Beschluss der Bildungsminister aus 32 europäischen Staaten im Dezember 2004 in Maastricht initiiert. Im April 2008 verabschiedeten das Europäische Parlament und der europäische Rat ihre Empfehlung zum Europäischen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen. 

Internationale Vergleichbarkeit auf acht Levels

Auf acht Levels gibt der Rahmen eine generische, das heißt inhaltsunabhängige Orientierung zu Wissen, Fertigkeiten und Kompetenzen (in Form von Learning Outcomes), die auf einem bestimmten Niveau vorzuweisen sind. Funktioniert der EQR wie geplant als Übersetzungsinstrument zwischen den Ländern und Branchen, so wird er für mehr Transparenz im vielfältigen Bildungs- und Ausbildungsmarkt Europas sorgen.

Einfluss auf nationale Entwicklungen

Die Schaffung eines nationalen Qualifikationsrahmens sowie mögliche Auswirkungen des europäischen Rahmens auf die Gestaltung der allgemeinen und beruflichen Bildung in Deutschland werden aktuell diskutiert.

Der EQR beabsichtigt keine Eingriffe in nationale Strukturen. Doch gerade in Deutschland trifft das Beschreibungsinstrument einen Nerv der Zeit und wird als Impuls für bildungspolitische Debatten im innerdeutschen Kontext aufgenommen.

Vom EQF zu Sektorrahmen - Beispiel ITK-Branche

Von bildungspolitischer Seite initiiert, ist der EQF für die Arbeits- und Berufswelt von hohem Interesse. Ein erstes Beispiel hierfür bildet die ITK-Branche. Insbesondere die acht Levels eignen sich als gemeinsamer Orientierungspunkt für die Arbeit am Europäischen e-Competence Rahmen. Dieser konzentriert sich auf fünf für die Branche relevante e-Competence Leistungslevels (e-1 bis e-5), die sich an den EQR Levels 3-8 orientieren.

Damit stellt der European e-Competence Framework mit den ersten europäischen Sektorrahmen dar, der unmittelbar an den EQR anknüpft.