
Der Bereich des Fremdsprachenerwerbs zeigt, wie ein gemeinsames europäisches Bezugssystem zur Beschreibung individueller Kompetenzen aussehen und funktionieren kann, länder- und sprachenübergreifend.
Der Gemeinsame Referenzrahmen für Sprachen wurde im Jahr 2001 nach mehr als zehnjähriger Arbeit vorgelegt. Der Bezugsrahmen des Europäischen Rates findet zunehmend Anwendung in allen Bereichen, die sich mit fremdsprachlicher Kompetenz auseinandersetzen - in der Sprachdidaktik, im europäischen Verlagswesen, aber auch im Personal-management kleinerer und größerer Unternehmen.
Mit dem Gemeinsamen Referenzrahmen für Sprachen: Lernen, Lehren, Beurteilen (GERR) liegt eine europaweite Empfehlung für Lernende, Lehrende und Anwender von Fremdsprachen vor. Der Rahmen gestaltet den Spracherwerb, die Sprachanwendung und die Sprachkompetenz des Einzelnen bedarfsorientiert, transparent und vergleichbar.
Drei Levels unterscheiden insgesamt sechs Kompetenzstufen:
Die horizontalen Deskriptoren sind nach den Grundfertigkeiten im Sprachgebrauch organisiert: mündliches und schriftliches Verstehen sowie mündlicher und schriftlicher Ausdruck.